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Sprachtherapie Ausbildung

Um einmal als Sprachtherapeut oder Sprachtherapeutin arbeiten zu können, wird eine Ausbildung im Bereich Logopädie oder ein entsprechendes Hochschulstudium, gefordert. Der Beruf Logopäde bzw. Logopädin gehört zu den nichtärztlichen Heilberufen. Die Ausbildung der Logopäden findet an Fachschulen statt. Es gibt staatliche und private Lehranstalten.

Eine Ausbildung zum Logopäden dauert 3 Jahre, (kann bei bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden) das Studium umfasst 6 Fachsemester.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Sprachtherapeuten

Die Bewerber müssen über eine abgeschlossene Realschulausbildung verfügen, eine andere gleichwertige Ausbildung besitzen oder einen Hauptschulabschluss mit zweijähriger abgeschlossener Berufsausbildung. In den meisten Fällen besitzen die Bewerber sogar eine Hochschulzugangsberechtigung welche für eventuelle Aufbau – und Weiterbildungsstudiengänge nötig ist. Bewerber mit Abitur werden für diesen Beruf allerdings bevorzugt angenommen. Es finden auch Aufnahme – und Eignungsprüfungen statt. In ärztlichen Untersuchungen, wie Hörtest, Sehtest und Sprachtest, wird geprüft ob der Bewerber für diesen therapeutischen Beruf geeignet ist. Bessere Chancen haben Bewerber, welche Praktika in sozialen bzw. medizinischen Bereichen vorweisen können.

Ist ein Praktikum von Bedeutung?

Ein Praktikum ist in jedem Fall nicht unbedeutend, um einen Einblick in die Strukturen und unterschiedlichen Arbeitsabläufe zu bekommen.

Praktika sollen allerdings als Ergänzung gesehen werden und ersetzen auf keinen Fall eine praktische Ausbildung in einer Lehranstalt.

Wichtig sind neben Praktika folgende Voraussetzungen:

  • gutes Ausdrucksvermögen
  • Eine gute Stimme
  • eine deutliche Aussprache
  • Interesse an Medizin, Psychologie und Pädagogik
  • Teamfähigkeit
  • Ein gutes Gehör
  • Hohe Aufmerksamkeit
  • Besondere Fähigkeiten im Umgang mit Menschen
  • Eine dialektneutrale Aussprache
  • Musikalität
  • Gute Noten in Biologie und Deutsch

Häufig werden ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung, ein phoniatrisches bzw. audiologisches Gutachten, ein HNO-Test sowie ein polizeiliches Führungszeugnis benötigt. Diese dürfen nicht älter als drei Monate sein. Wer sich bereits mit Phonetik (Teil der Sprachwissenschaft, der die Tätigkeit der Sprechorgane und die durch sie hervorgebrachten Laute untersucht) auskennt, tut sich in der Ausbildung leichter.

In der Ausbildung wird neben praktischen Erfahrungen mit behinderten, kranken und alten Menschen, umfangreiches theoretisches Basiswissen vermittelt. Während der Unterrichtsblöcke oder Studientage gehen Sie zur Schule. Die Schulische Ausbildung erfolgt in Vollzeitform. Das Lernspektrum ist breit und reicht von Grundlagen der Hals- Nasen –und Ohrenkunde bis hin zu den verschiedenen logopädischen Behandlungsmöglichkeiten. Die praktische Ausbildung erfolgt in der Regel in Krankenhäusern, Fachkliniken und logopädischen Praxen. Der Unterricht ist in den Klinikbetrieb integriert. Während der praktischen Ausbildung lernt man logopädische Befunde zu erheben, Therapien zu planen und durchzuführen, Beratungsgespräche zu führen sowie Behandlungstechniken anzuwenden. Es werden Schulungen in rhythmisch musikalischer Erziehung, Stimmbildung und Sprecherziehung durchgeführt. Es wird in den verschiedensten Bereichen hospitiert.

Nach bestandener Abschlussprüfung darf man den Titel Logopäde /Logopädin tragen und man kann zur Abgabe von Sprachtherapien zugelassen werden.